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Wir sollen unserer Wachstumschancen beraubt werden!

Trotz langer Wartelisten von Bürgern, die sich für die Energiewende engagieren wollen: Gesetzesvorhaben von Bundeswirtschaftsminister Gabriel greift einseitig die Interessen der großen Stromkonzerne auf.

Wer als Bürger in der Region Ruhrmetropole und Niederrhein neue Solarfelder oder Windräder aufbauen will, könnte in der Stromwirtschaft künftig außen vor bleiben. Vor einer Enttäuschung hunderter Bürger warnt die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG mit Blick auf die von Wirtschaftsminister Gabriel geplante Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). „Die Pläne sind für unsere Genossenschaft wachstumsgefährdend“, sagte Vorstandsvorsitzender Bohlen. „Im Koalitionsvertrag wurde die Energiewende in Bürgerhand noch gefeiert, doch schon wenige Wochen später will die Bundesregierung davon nichts mehr wissen“, bringt Bohlen seine Enttäuschung auf den Punkt. „In unserer Region haben hunderte Bürger schon zigtausende Euro für sauberen Strom zusammengelegt und in der Warteschleife befinden sich Interessenten, die ebenfalls zur Energiewende ihren Beitrag leisten wollen. Wir wollen die Chance für neue Projekte haben, um auch diese Bürger mit ins Boot holen zu können.“

Bohlen kündigt Widerstand gegen den Plan an, kleinen Energieerzeugern den Absatzweg über die regionalen Netzbetreiber zu versperren. Die Bundesregierung will Produzenten ab 100 kW zur Direktvermarktung ihres Stroms zwingen, was für regionale Unternehmen wie die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG ein aufwändiges und unkalkulierbares Verfahren bedeuten und ihre Arbeit letztlich unwirtschaftlich machen würde. Bohlen: „Es ist nicht im Interesse der Bürger, wenn nur noch die Energieriesen in das regionale Netz einspeisen dürfen. Wir haben kein Problem mit den großen Stromkonzernen, doch wir wollen einen fairen Wettbewerb auf den Energiemärkten hier in unserer Region. Denn wir sind überzeugt, dass die Energiewende nur in gemeinschaftlicher Anstrengung gelingen kann.“

Bohlen fordert die Möglichkeit für Bürger, Strom sowohl selbst zu erzeugen, als auch selbst zu verbrauchen. Bisher macht eine Eigenverbrauchsabgabe den Selbstverbrauch wirtschaftlich unattraktiv. „Das ist fast so, als wenn Gartenbesitzer eine Abgabe für selbstgezogene Radieschen zahlen müssten, damit der Absatz der Supermärkte gefördert wird“, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Wer gegen den Bau überdimensionierter Stromleitungen von der See bis zu den Alpen ist, der muss den Eigenverbrauch fördern. Außerdem ist die Möglichkeit zum Eigenverbrauch ein wichtiges Pfand der Verbraucher gegenüber der Preispolitik der Konzerne.“

Die Mitglieder der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG hoffen nun, dass die geplanten Regelungen im anstehenden Gesetzgebungsverfahren nachjustiert werden. Sie hoffen dabei auf die Unterstützung der Bundestagsabgeordneten aus der Region.

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