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Schwarze Schafe am Energiemarkt: Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr fordert mehr Schutz für Verbraucher

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes fallen regelmäßig Stromanbieter durch fragwürdige Geschäftsmodelle auf. Nach Teldafax und Flexstrom steht jüngst Care-Energy im Fokus der Verbraucherschützer und der Bundesnetzagentur. Gerfried Bohlen, Vorstandsvorsitzender der bundesweit aktiven Energiegenossenschaft Rhein Ruhr eG (EGRR), sieht den Gesetzgeber in der Verantwortung, Verbraucher vor „schwarzen Schafen“ zu schützen.

„Billiganbieter locken Kunden mit Wechselprämien, Vorauskasse-Angeboten und besonders niedrigen Preisen. Leider stellt sich immer wieder heraus, dass die günstigsten Versorger nicht immer die verlässlichsten sind. Der vermeintlich billige Strom kann Kunden am Ende teuer zu stehen kommen“, so Gerfried Bohlen.

Bei Angeboten, die massiv von denen anderer Anbieter abweichen, sollten Kunden genauer hinsehen. Die Preisunterschiede kämen meist dadurch zustande, dass der Versorger mit einer negativen Gewinnmarge kalkuliere. Aufgrund der niedrigen Verkaufspreise fahre der Anbieter zunächst bewusst finanzielle Verluste ein. „Solche riskanten Geschäftsmodelle sind darauf ausgelegt, dass die eingesparten Beträge in den Folgejahren doppelt und dreifach zurückgeholt werden“, erklärt Bohlen. Geht der Discount-Anbieter Konkurs, fallen Verbraucher zudem automatisch zurück in die teure Grundversorgung.

„Der Verbraucher ist der größte verlässliche Faktor zum Gelingen der Energiewende. Ihm müssen faire und transparente Informationen zur Verfügung stehen, um nicht auf schwarze Schafe hereinzufallen. Der Gesetzgeber muss seine Bemühungen deutlich verstärken, um eine Aushöhlung des Energiewirtschaftsgesetzes zum Schutz der Verbraucher zu unterbinden“, fordert der Energieexperte.

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