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Presseinformationen

Internationaler Genossenschaftstag

Energiewirtschaft genossenschaftlich und nachhaltig umgestalten

Der diesjährige internationale Tag der Genossenschaften am 7. Juli 2018 steht unter dem Motto „Nachhaltige Gesellschaften auf der Basis von Kooperationen“. Das Motto bringt auf den Punkt, wofür viele Energiegenossenschaften stehen: Die Bürgerinnen und Bürger sollen weltweit die Möglichkeit haben, aktiv an einer umweltfreundlichen, dezentralen und verbrauchsnahen Energieversorgung mitzuwirken, so Gerfried Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG (EGRR) aus Dinslaken.

Laut einer aktuellen statistischen Auswertung der Universität Kassel, die im Rahmen des NKI-Projektes „klimaGEN: Von der Energie- zur Klimaschutzgenossenschaft“ erstellt wurde, gab es im Jahr 2017 über 900 aktive Energiegenossenschaften. Bei den meisten davon handelt es sich um kleine Unternehmen, die durch ehrenamtliche Vorstände und Aufsichtsräte geführt werden. „Aus ihrer Verankerung in der Bürgerschaft beziehen Energiegenossenschaften eine besondere Glaubwürdigkeit und tragen damit maßgeblich zur Akzeptanz der Energiewende vor Ort bei.“ so Beate Fischer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel. Umso beachtlicher die Dynamik, die in den vergangenen Jahren erreicht wurde: Zählten Energiegenossenschaften 2009 knapp 35.000 Mitglieder, so waren es im Jahr 2015 bereits über 185.000.

Die Gründungsakteure sind dabei vielfältig und binden verschiedene Schichten der Gesellschaft ein: So wurden, wie die EGRR, etwa 68 % der Energiegenossenschaften von engagierten Bürgerinnen und  Bürgern gegründet, 16 % basieren auf Kooperationen zwischen Bürgern, Kommunen, Stadtwerken und regionalen Unternehmen, 5 % wurden von regionalen Banken initiiert. Gemeinsam ist allen Energiegenossenschaften, dass sie zu einer nachhaltigen Energieversorgung und lebenswerten Zukunft beitragen wollen, indem sie konkrete Alternativen zu Kohlekraft und Atomenergie schaffen sowie über erneuerbare Energien und Klimaschutz informieren und dadurch regionale Wertschöpfung – vor allem auch in ländlichen Regionen – steigern.

Bei den Geschäftsmodellen gibt es zwei deutliche Schwerpunkte, die auf dem Betrieb von bzw. der Beteiligung an Erneuerbaren-Energien-Anlagen sowie Nahwärmenetzen liegen: 2015 waren 59 % der Energiegenossenschaften im Bereich PV-Dachanlagen, 15 % im Bereich PV-Freiflächen-Anlagen, 14 % im Bereich Windkraft und 19 % im Bereich Nahwärmenetze tätig. Noch jung, aber zunehmend ist ein Engagement im Bereich Elektromobilität, 2015 engagierten sich hier erst 2 % der Energiegenossenschaften. Wobei die EGRR Wert auf ehrliche und transparente Verbraucherkosten legt und sich engagiert für eine Zukunft in einer lebensbejahenden Umwelt einsetzt.

 

 

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