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Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr fordert: „Den Worten müssen Taten folgen!“

Lob und Kritik anlässlich „Woche der Umwelt“ vom 07. bis 08. Juni.2016

Bereits zum fünften Mal findet vom 07. bis 08. Juni 2016 die „Woche der Umwelt“ am Schloss Bellevue in Berlin statt, ausgerichtet von Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Im Mittelpunkt stehen hochkarätig besetzte Vorträge und Diskussionsrunden sowie neue Technologien, Produkte und Projekte rund um den Umweltschutz.

Sowohl Lob als auch Kritik anlässlich dieser Veranstaltung äußert Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der bundesweit tätigen Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG (EGRR) mit Sitz in Dinslaken: „Den Umweltschutz auf höchster, präsidialer Ebene zur ‚Chefsache’ zu machen, ist ein guter und wichtiger Ansatz. Jedoch wird heute immer noch zuviel geredet. Den Worten müssen endlich Taten folgen!“

Aus Bohlens Sicht betätigen sich die derzeit für die Energiewende verantwortlichen Politiker eher als Bremser, als dass sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung mit der notwendigen Vorgehensweise konsequent nachkommen. „So wird Deutschland die selbst gesteckten Klimaschutzziele nicht erreichen. Das zentrale Bestreben, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, ist mit diesen Verantwortlichen schwer umzusetzen“, so Bohlen. Möglich sei dies nur, wenn ab heute ein Abbau von jährlich 28 Millionen Tonnen CO2 erfolge. „Seit 2000 haben wir einen Jahresdurchschnitt von neun Millionen Tonnen. Wir müssen endlich die Dringlichkeit des ‚Jetzt’ akzeptieren!“

In diesem Kontext fordert Bohlen den zeitnahen, verstärkten Ausbau der dezentralen Energieversorgung: „Regional ausgerichtete virtuelle Kraftwerke, die bundesweit interagieren, sind zurzeit schon umsetzbar. Noch fehlt es allerdings an politischen Entscheidungen und Anreizen, um nötige Innovationen zielorientiert zu motivieren. Die politischen Entscheider sind dringend gefordert, klare Vorgaben zu entwickeln, auf die sich Innovationen verlässlich stützen können.“ Dies werde laut Bohlen allerdings aufgrund der Nähe vieler Politiker zu den Großkonzernen der Energieversorger erschwert.

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