Finden Sie den reellen Preis für sich!

Presseinformationen

Die größten Einsparpotentiale im Unternehmen

Die von der europäischen Union gesetzten übergeordneten Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020 sind sehr ehrgeizig. Gefordert werden mindestens 20 Prozent weniger Treibhausgase, mindestens 20 Prozent der Endenergie aus erneuerbaren Energiequellen und mindestens 20 Prozent weniger Primärenergieeinsatz. Durch ein Anfang Dezember 2014 auferlegtes Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 des Bundeskabinettes setzt die deutsche Regierung die Ziellatte noch etwas höher, indem nicht 20 Prozent Treibhausemissionen sondern 40 Prozent eingespart werden sollen. Alles im Verhältnis zum Vergleichsjahr 1990. Doch während die Nutzung erneuerbarer Energien gute Ergebnisse vorweist, ist das Energiesparen, also der Einsatz energieeffizienter Maßnahmen und Technologien als zentraler Bestandteil der Energiewende aber noch sehr ausbaufähig.

Einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, also dem Darlegen von Energiesparpotenzial ist die Umsetzung des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) von Anfang März 2015. Hier müssen alle nicht KMU bis Anfang Dezember ein sich mindestens alle vier Jahre wiederholendes Energieaudit nachweisen. Siehe Nachricht vom 10.04.2015.
Wo erste Ansatzpunkte, also Energiesparpotenziale zu suchen sind, wird folgend näher aufgeführt, wobei die Reihenfolge der Potenziale keine Wertigkeit und Gewichtung für das einzelne Unternehmen darstellen muss, sondern vielmehr eine Auflistung darstellt.

Beleuchtungstechnik

Je nachdem um welches Gewerbe es sich handelt, kann der Anteil des betrieblichen Stromverbrauchs im Bereich Beleuchtung von ein paar wenigen Prozent bis zu 40 % ausmachen. Beleuchtungsanlagen sind meist im betrieblichen Dauereinsatz. Es werden Arbeitsplätze, Werkstatthallen, Produktionshallen, Parkplätze etc. ausgeleuchtet. Nicht selten sind Beleuchtungsanlagen auch an bestimmte Mindestanforderungen geknüpft, siehe DIN EN 12464-1. Durch den Einsatz modernster LED-Technik besteht bei der Sanierung von Beleuchtungsanlagen hohes Einsparpotenzial. Das Potenzial, Strom bei der Sanierung einzusparen, liegt nicht selten bei 70% und mehr, wobei natürlich die größten Einflussfaktoren das Alter und der Verbrauch der Bestandsanlage sind. Neben Stromersparnissen sind meist höhere Lebensdauer und länger auseinander fallende Wartungsintervalle positive und auch monetär zu bewertende Nebeneffekte.

Informationstechnik

Kaum ein Industriebereich ist technologisch so schnell wachsend wie der Bereich IT. Immer mehr Prozesse und Nutzer werden IT-technisch abgebildet oder sind sehr stark an die IT gebunden. Durch die immer größere Anwendungsvielfalt und dem damit einhergehenden Wachstum wächst auch der Energieverbrauch im betrieblichen Umfeld. Durch bessere Serverauslastung, intelligente Kühlkonzepte oder Wärmerückgewinnungsmaßnahmen können durch diese sogenannte Green-IT-Maßnahmen nicht selten Energieeinsparungen von bis zu 75% erreicht werden.

Druckluft

Druckluft ist ein sehr typisches und viel genutztes Hilfsmittel. Typische Anwendungsfelder sind der Antrieb von Zylindern, die betriebliche Rohrpost, Lackierstraßen, Kühlung etc. Trotz dessen ist Druckluft sehr kostenintensiv, da der Wirkungsgrad bei der Verdichtung der Luft sehr schlecht ist und bei ca. 1:10 liegt. Das bedeutet, dass 10 mal mehr Energie aufgewendet werden muss als Nutzenergie zur Verfügung steht. Die häufigste Verschwendung ist in den Leckageverluste im Druckluftnetz, in der Höhe des Betriebsdrucks und den druckluftnutzenden Geräten zu sehen. Unterm Strich muss das Gesamtsystem auf die Verwendung angepasst werden. Nicht selten werden Ersparnisse im Bereich um 50 % erreicht.

Lüftungstechnik

Frischluft ist ein nicht mehr wegzudenkender Aspekt in Bürogebäuden, Produktions- oder Fertigungshallen. Ein angenehmes Raum und Arbeitsklima, die Bereitstellung von Sauerstoff, der Abtransport ungewünschter Luftpartikel zum Betrieb von Reinräumen, sind nur ein paar Anwendungsfelder, bei denen Luft benötigt wird. Bei vielen Anwendungsfeldern ist die Lüftungsanlage falsch dimensioniert oder ist im nicht notwendigen Dauereinsatz. Die Lüftungsanlage sollte auf die jeweiligen Anwendungsfelder dimensioniert sein. Wenn der Bedarf ermittelt ist, kann dann die Anlagentechnik, wie Volumenstromregler, effiziente Motorentechnik oder die Kanalführung überprüft werden. 20 % Ersparnis, in manchen speziellen Anwendungsfeldern sogar mehr, sind dann zu erwarten, oft noch mehr, wenn Wärmerückgewinnungsmaßnahmen Anwendung findet.

Pumpen

Pumpen sind aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. Pumpen sind in allen Industriezweigen und auch Privatanwendungen zu finden, mit unterschiedlichsten Aufgaben. In geschlossenen Systemen werden Umwälzpumpen verwendet um beispielsweise Heizungs- oder Klimaanlagen zu betreiben. In der Abwasser- oder Frischwasserversorgung kommen dann Förderpumpen zum Einsatz. Die Pumpe sollte auch in Hinblick auf die Anwendungsfelder, also des zu transportierenden Mediums, des Temperaturniveaus, des Volumenstroms und der Förderhöhe bewertet werden. Bis zu 90 % der Gesamtkosten im Lebenszyklus einer Pumpe entstehen durch den Energieeinsatz. Ersparnisse um 30 % können erzielt werden.

Prozesswärme

Überall dort, wo Prozesswärme benötigt wird, können meist auch durch einfache Maßnahmen Teile der eingesetzten Wärme zurückgewonnen werden. Prozesswärme ist mit über 50 % der größte Verbraucher im industriellen Gesamtenergiebedarf. Ein Großteil der Anwendungen wird in Kesselanlagen zur Herstellung von Dampf oder Heißwasser benötigt, typischerweise in der Chemie-, Papier-, Nahrungsmittelindustrie. Schon einfachste Maßnahmen mit geringem Kapitaleinsatz können erhebliche Wärmeverluste minimieren und sich schnell bezahlt machen. Zu denken wäre hier an die Dämmung von Rohrleitungen.

Gebäude

Fast jedes Unternehmen besitzt ein Gebäude, das über einen Wärmebedarf verfügt. Grundlegend können in der Anlagentechnik, Wärmeerzeugung und bei der Gebäudehülle erhebliche Einsparpotentiale generiert werden. Bei der Wärmeversorgung ist es wichtig, genau zu wissen, wie hoch der Bedarf der zu versorgenden Gebäude oder des Gebäudes ist. Auch vergangene oder zukünftige Modernisierungsmaßnahmen sind in die Gesamtbetrachtung mit einzubeziehen, damit keine Über- oder Unterdimensionierung die Folge ist.

Pressekontakt

Unser Service für Medienvertreter

Im Pressebereich finden Sie aktuelles Text- und Bildmaterial über die Energie­­genossen­­schaft Rhein-Ruhr eG. Anfragen von Journalistinnen und Journalisten beantworten wir gerne – schnell und zuverlässig.

Presse-/Unternehmenskontakt:
Energiegenossenschaft
Rhein Ruhr eG
Telefon: 02 064 / 77 89 39-0
E-Mail: informationen@egrr.de

Sämtliche Pressefotos finden Sie in hoher Auflösung hier.

Mitgliedschaft

Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr handelt mit Energieleistungen - nicht um hohe Gewinne zu erzielen, sondern damit Sie als Mitglied wirtschaftliche Vorteile daraus ziehen!