Finden Sie den reellen Preis für sich!

Presseinformationen

Die gewollte Energiepreisexplosion

Mir der Steigerung der EEG-Umlage um 47% von 3,59 auf 5,3 Cent/kWh plus 1,41 Cent zusätzlicher Mehrwertsteuer nimmt die Politik die Interessen derer wahr, die diese Erhöhung in ihrem Interesse durchsetzen lassen.

Uns als Endverbrauchern werden auch in der Zukunft Kosten aufgebürdet, die auch der Finanzierung unausgegorener politischer Entscheidungen und Managementfehlern der Vergangenheit geschuldet sind.

Klären wir zunächst, wie Strompreis und Umlage zusammenhängen.

Die privaten und gewerblichen Verbraucher zahlen die Umlage über die Stromrechnung. Je verbrauchter Kilowattstunde (kWh) fließen aktuell 3,6 Cent auf das Umlagekonto. Damit macht die Umlage etwa ein Siebtel des bundesdurchschnittlichen Haushaltsstrompreises von 25,5 Cent pro kWh aus. Eine vierköpfige Familie mit einem Verbrauch von 3500 kWh pro Jahr zahlt also allein 126 Euro pro Jahr für die Umlage - ohne Mehrwertsteuer. Das würde für die Familie eine jährliche Mehrbelastung von 59,50 Euro bedeuten. Auch hier sind Steuern noch nicht eingerechnet.

Zum Thema Industrieförderung hatte ich schon am 05.03.2012 Stellung bezogen:

„Der Gesetzgeber hat über die Bundesnetzagentur Unternehmen mit einem Stromverbrauch von mehr als 10 Millionen kWh im Jahr bei einer Nutzungsstundenzahl von 7.000 Stunden von der Netznutzungsgebühr befreit.
Das bedeutet, dass alle anderen Verbraucher die Verluste der Netzbetreiber auffangen müssen. Mit dieser Sonderkundenabgabe wurde wieder eine neue Umlage zu Lasten aller eingeführt.“

Wie stellt sich das für uns als Endverbraucher dar?

Die Bundesregierung hat mit ihrer Novelle des EEG zum 01.01.2012 die besondere Ausgleichsregelung noch einmal erheblich ausgeweitet. In der Folge steigt die Umlage 2013 gegenüber 2012 noch einmal um weitere 0,33 Cent/kWh an. Der Anteil für die Industrieförderung an der EEG-Umlage 2013 beträgt damit insgesamt 1,29 Cent pro verbrauchte Kilowattstunde Strom. Die Kosten der Industrieförderung erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent.

Auf diese Weise werden Unternehmen in Deutschland im kommenden Jahr insgesamt um voraussichtlich 4,7 Milliarden Euro entlastet, was bisher ca. 400 Unternehmen betrifft.

Wie hoch wird die Summe, wenn alle 3.500.000 Unternehmen in Deutschland eine Ausgleichsregelung bekommen?

Der Beitrag der Industrie zum Umbau unserer Energieversorgung schrumpft also auf Kosten der übrigen Stromverbraucher weiter zusammen.

Wobei die Argumentation der Politik, diese Ausgleichsregelung diene der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, zumindest als befremdlich einzustufen ist.
Die künstlich konstruierte Umverteilung von Unternehmerinteressen zu Lasten der Energieendverbraucher gibt es so nur in Deutschland.
Daraus einen positiven Wettbewerbsvorteil für deutsche Unternehmen im Ausland abzuleiten, halte ich für ignorant. Denn selbstverständlich befinden sich deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb.

Das heißt: Würde sich ein tatsächlicher Vorteil zu Gunsten der deutschen Unternehmer auf dem internationalen Markt entwickeln, wären ausländische Unternehmer – auch mit Hilfe ihrer Regierungen – in der Lage, diese Vorteile auszugleichen.

Und noch schlimmer: Die deutsche Politik hat marktpolitisch mit der EEG-Umlage ein Instrument entwickelt, das zu einer globalen Wettbewerbsspirale zu Lasten aller Verbraucher führen muss.

Wobei, wenn man dies zugespitzt betrachtet, die Politik, wenn sie ihre selbstgesteckten Ziele der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen aufrechterhalten will, den Energieendverbrauchern im nächsten Jahr die nächste EEG-Umlagenerhöhung erneut darstellen muss.

Wobei eines unumkehrbar ist:

Die Energiewende, die zukünftig den Energiebedarf unserer Gesellschaft in Form einer umweltfreundlichen und klimaschonenden Erzeugung durch regenerative Energie decken soll, ist unumkehrbar und richtig.

Wir als Endverbraucher müssen konsequent darauf achten, dass die von Initiativen und Bürgern gestartete Energiewende weiter fortgeführt wird.

Dass weiter an der Regionalisierung der Energieproduktion gearbeitet wird.

Seit geraumer Zeit sind die marktbestimmenden Konzerne dabei, mit Hilfe ihrer politischen Akteure die Energiewende für sich zu vereinnahmen.
Dies würde das Ende des realen Wettbewerbs am Energiemarkt bedeuten und die Preisgestaltung läge wieder in den Händen von wenigen.

Wichtig ist:

Wir als Endverbraucher sind die wichtigeren Akteure am Energiemarkt. Mit unserer Entscheidung, wer uns mit Energie versorgt, stimmen wir über die Zukunft der Energiewende ab.

Pressekontakt

Unser Service für Medienvertreter

Im Pressebereich finden Sie aktuelles Text- und Bildmaterial über die Energie­­genossen­­schaft Rhein-Ruhr eG. Anfragen von Journalistinnen und Journalisten beantworten wir gerne – schnell und zuverlässig.

Presse-/Unternehmenskontakt:
Energiegenossenschaft
Rhein Ruhr eG
Telefon: 02 064 / 77 89 39-0
E-Mail: informationen@egrr.de

Sämtliche Pressefotos finden Sie in hoher Auflösung hier.

Mitgliedschaft

Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr handelt mit Energieleistungen - nicht um hohe Gewinne zu erzielen, sondern damit Sie als Mitglied wirtschaftliche Vorteile daraus ziehen!