Finden Sie den reellen Preis für sich!

Presseinformationen

Bildung, oder das Handeln mit Wissen

Bildung macht Spaß und sichert die Zukunft durch kritische Geister. - Photo by Priscilla Du Preez on Unsplash

Seit Mitte des 20sten Jahrhunderts stecken wir in der Bildungskrise. Trotz der Last der Erfahrungen des von Deutschland ausgegangenen II. Weltkriegs, begann über den zweckgebundenen Wiederaufbau ein Gefühl einer sich stetig steigenden Existenzsicherheit. Ein jeder fand für sich seinen Platz in der Gesellschaft. Dies führte in den 60er Jahren sogar zur Vollbeschäftigung.  Eine Zeit, in der die Kriegsgeneration mit dem neu geschaffenen relativen Wohlstand Vergessen suchte, oder zumindest die Chance des Verdrängens wahrnehmen konnte.

In dieser Zeit geschahen zwei parallel verlaufende Entwicklungen. Zum einen wurde der Wunsch der  Kriegsgeneration „Unsere Kinder sollen es mal besser haben“ zum geflügelten Ausdruck eines Teils der Vergangenheitsbewältigung. Zeitgleich fanden die Reparationszahlungen an die Alliierten statt und der Wiederaufbau musste geleistet werden.

In dieser Gemengelage beschränkte sich für den Großteil der Nachkriegsgeneration die Bildung auf die Anforderungen der stetig wachsenden industriellen Wirtschaft. Hier im Besonderen, nachdem 1951 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gegründet worden war, wurden Arbeiter für diese Industriezweige zielgerichtet geschult. So waren allein im Kohlenbergbau in den 60ger Jahren ca. 600.000 Menschen beschäftigt. In der Stahlindustrie waren es 420.000 Beschäftigte.

Auf der Grundlage, durch geregelte Beschäftigung und gesicherte Arbeitsplätze am zu dieser Zeit stetig steigenden Wohlstand teilzuhaben, entwickelte sich in der Bevölkerung ein neues Freiheitsgefühl, auch ein Freizeitgefühl, das gelebt werden wollte.

Politik und Wirtschaft waren auf Expansionskurs, um über erforderliche Rahmenbedingungen die gesamtgesellschaftliche sozialwirtschaftliche Erfolgsgeschichte Deutschland fortzuschreiben und zu sichern. Gewerkschaften vertraten die Beschäftigten bei der Auseinandersetzung um Teilhabe am Bruttoinlandsprodukt.

Schon zu dieser Zeit machten sich nur wenige Menschen Gedanken darüber, welche Wirkung der sich allgemein entwickelnde Lebensstil haben könnte.

Das Ziel, einen hohen ausgewogenen Bildungsstand als Standard für die Allgemeinheit aufzubauen und nachhaltig zu gestalten, entsprach nicht dem Zeitgeist. Mittlerweile hat jeder Bürger freien Zugang zu Wissen und es gibt ein umfangreiches Bildungsangebot. Nur ist in der Breite der Bevölkerung das Bewusstsein abhandengekommen diese Bildungsangebote als Chance wahrzunehmen.

Neben der Bildung in den Grundfächern fehlt auch den MINT-Bildungsfächern die während der gesamten Lehrphase notwendige praxisbezogene Bildung. Diese praxisbezogene Bildung gehört zwingend zur Entwicklung der Persönlichkeit des Einzelnen im Rahmen der individuellen Möglichkeit und in der Formung auf sein Menschsein hin. So dass die geistigen, physischen, sozialen und kulturellen Merkmale dem Einzelnen die Chance eröffnen, die Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Gemeinschaft und auch Umwelt und Klima eigenverantwortlich zu erkennen und mitzugestalten.

Da die praxisbezogene Bildung bis heute nicht annähernd ausreichend kultiviert ist, steht nicht nur Deutschland vor schwerwiegenden Problemen.

Ein Beispiel ist unser Konsumverhalten. Der derzeitige Konsum übersteigt schon heute die Regenerationskraft unserer Erde. Würden wir unser Konsum- und Wachstumsmodell auf die Weltbevölkerung übertragen, würde das zwei bis drei Erden erfordern.

Dazu kommt die steigende Weltbevölkerung. Diese umfasste beim Jahreswechsel 2016/17 rund 7,47 Milliarden Menschen. Die UNO rechnet für den Zeitraum 2015 bis 2020 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 78 Millionen Menschen pro Jahr. Die Vereinten Nationen erwarten 2050 etwa 9,7 Milliarden Menschen auf dem Globus.

Folge des Konsumverhaltens bei steigender Weltbevölkerung ist der alles beeinflussende Klimawandel. Wir zerstören die Erde. Damit nicht nur die Zukunft nachfolgender Generationen, sondern auch unsere eigene Lebensgrundlage.

Vor Ort handeln heißt – global wirken. Die erforderliche Notwendigkeit zum Handeln beginnt auf nationaler Ebene. Hierfür gibt es vielfältige Gründe. Angefangen bei der Erkenntnis, dass wir es als Bundesrepublik Deutschland leisten können. Wir können mit unseren technologischen Kompetenzen diese Aufgabe schultern.

Hierzu muss ein Bildungsansatz weiterentwickelt werden, der über die Anforderungen der Wirtschaft hinausgeht. Die Individualität des Einzelnen über Bildung aufwerten bietet die Chance neuer zukunftweisender Innovation.

Autor: Gerfried I. Bohlen

Pressekontakt

Unser Service für Medienvertreter

Im Pressebereich finden Sie aktuelles Text- und Bildmaterial über die Energie­­genossen­­schaft Rhein-Ruhr eG. Anfragen von Journalistinnen und Journalisten beantworten wir gerne – schnell und zuverlässig.

Presse-/Unternehmenskontakt:
Energiegenossenschaft
Rhein Ruhr eG
Telefon: 02 064 / 77 89 39-0
E-Mail: informationen@egrr.de

Sämtliche Pressefotos finden Sie in hoher Auflösung hier.

Mitgliedschaft

Die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr handelt mit Energieleistungen - nicht um hohe Gewinne zu erzielen, sondern damit Sie als Mitglied wirtschaftliche Vorteile daraus ziehen!