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Verpflichtende Audits für Unternehmen

Durch die Novelle des deutschen Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) wird eine Verpflichtung für Unternehmen eingeführt periodisch Energieaudits durchzuführen. Adressat der Verpflichtung sind alle nicht-KMU Unternehmen. Diese sind angehalten bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit durchzuführen und danach dieses alle vier Jahre zu wiederholen.

Gesetzliche Grundlagen

Der 5. Februar 2015 war der Tag, an dem der Bundestag eine grundlegende Gesetzesänderung zum EDL-G beschlossen hat und damit große Unternehmen verpflichtet, bis zum 5. Dezember 2015 Energieaudits für ihr Unternehmen durchzuführen. Die Änderung dient einerseits dem Erreichen der selbst auferlegten Energiesparziele, zum anderen der Umsetzung der im Dezember 2012 in Kraft getretenen europäischen Energieeffizienzrichtlinie, i.e.S. des Artikel 8, in nationales Recht. Besiegelt wurde das Vorhaben dann am 6. März 2015 vom Bundesrat. Das Veröffentlichungsdatum steht derzeit noch aus.

Adressaten der Gesetzesänderung…

… sind alle Unternehmen unabhängig ihrer Rechtsform, die gemäß EU KMU Definition mindestens 250 Mitarbeiter, einen Jahresumsatz von 50 Mio. € oder eine Bilanzsumme von 43 Mio. € aufweist. Aufgrund der Rechtsformunabhängigkeit können auch nicht Kapitalgesellschaften oder nicht produzierende Unternehmen der Verpflichtung unterliegen. Erschwerend kommt hinzu, dass zu den Unternehmenswerten auch noch verbundene Unternehmen oder Partnerunternehmen hinzugerechnet werden. Wie man dieser konkreten Einordnung und dem Berechnungsverfahren umgeht, wird im Benutzerhandbuch der EU zur KMU-Definition erläutert.

Anforderungen an die Unternehmen

Erstmalig müssen Nicht-KMU bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit nachweisen. Der Nachweis gilt als gegeben, wenn:

  • zwischen dem 4. Dezember 2012 und 5. Dezember 2015 ein entsprechendes Audit durchgeführt wurde,
  • eine 50001 oder EMAS (Umweltmanagementsystem) eingerichtet wurde,
  • die Geschäftsführung eine schriftliche oder elektronische Verpflichtungserklärung zur Einführung eines Systems und die Durchführung der wesentlichen Schritte abgegeben hat. Der zeitliche Rahmen erweitert sich dann bis zum 31. Dezember 2016. Die wesentlichen Schritte sind für die 50001 die energetische Bewertung gemäß 4.4.3 der Norm. Für ein EMAS mindestens die Erfassung, Analyse und Dokumentation der eingesetzten Energieträger und -ströme, sowie die Ermittlung der wichtiger Kenngrößen in technischer und monetärer Form.

Stichprobenartig wird die Bafa Unternehmen prüfen. Wer nach expliziter Aufforderung keinen Nachweis erbringen kann, wird in Form einer Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 € sanktioniert.

Wir führen diese Dienstleistung über unser angeschlossenes Ingenieurbüro durch.

Mitgliedschaft

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