Fragen zum Lieferantenwechsel

Soll ich selbst bei meinem alten Versorger kündigen?

Mit der Unterzeichnung Ihres neuen Vertrags haben Sie automatisch Ihren neuen Versorger damit beauftragt, Ihren alten Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen.

Bitte kündigen Sie Ihren Vertrag nur selbst, wenn einer dieser Fälle auf Sie zutrifft:

  • Bei Sonderkündigungsrecht, also bei Preiserhöhungen durch den bisherigen Versorger, sollte der Kunde selbst die Kündigung gemäß der eingeräumten Fristen vornehmen, da diese Fristen sehr kurz bemessen sind.
  • Bei Verträgen, bei denen die Kündigungsfrist beinahe abgelaufen ist. Wird der Vertrag nicht innerhalb der Frist gekündigt, verlängert sich die Laufzeit wieder um einen längeren Zeitraum, beispielsweise sechs oder zwölf Monate. Indem Sie die Kündigung selbst fristgerecht vornehmen, umgehen Sie eine erneute Bindung, die einen kurzfristigen Wechsel verhindern würde.

Wer beliefert mich mit Strom, wenn ich nie den Anbieter oder das Stromprodukt gewechselt habe?

In diesem Fall werden Sie in der so genannten Grundversorgung beliefert. Diese stellt das  Strom­ver­sor­gungs­unternehmen bereit, das in einem Netzgebiet die meisten Haushalte versorgt.

Da die Grundversorgung nach Energiewirtschaftsgesetz für jeden gewährleistet sein muss, verlangt der Grundversorger in der Regel höhere Preise für sie.

Was ist der Unterschied zwischen Netzbetreiber und Stromversorger?

Der Netzbetreiber ist gesetzlich für den ordnungsgemäßen Betrieb des Strom- oder Gasnetzes, das sich in Übertragungsnetz und Verteilnetz aufteilt, zuständig, der Energie­versorger hingegen für die Lieferung der Energie. Häufig sind Verteilnetzbetreiber und Grundversorger identisch, insbesondere wenn es sich um ein Stadtwerk handelt.

Wie funktioniert der Wechsel bei einem Zweitarifzähler?

Wenn Sie mit einem Zweitarifzähler den Anbieter wechseln, unterscheidet der neue Versorger nicht mehr zwischen Tag- und Nachtstrom (HT und NT: Haupt- und Nebentarif). Das heißt, dass rund um die Uhr der vereinbarte Preis gilt.

Kunden mit HT/NT-Tarifen und einem Zweitarifzähler sollten den Wechsel zu einem reinen Haupttarif prüfen. Es ist möglich, dass in der Summe der Strom dort günstiger ist als im alten HT/NT-Tarif. Allerdings akzeptieren nicht alle Anbieter Kunden mit Zweitarifzählern. Der Kunde sollte daher vor dem Wechsel diesen Sachverhalt klären.

Ist ein Anbieterwechsel bei Wärmepumpen möglich?

Es gibt zwei verschiedene Arten der Stromversorgung für Wärmepumpen:

  • Die Pumpe wird permanent mit Strom versorgt.
    Hier ist es möglich einen günstigen Alternativanbieter zu finden.
  • Die Pumpe wird zu Spitzenlastzeiten von der Stromversorgung genommen.
    Hier kann der meist günstige Strom der Grundversorger aufgrund der hohen Durchleitungsgebühr nicht unterboten werden und ein Wechsel ist aufgrund der Technik nicht möglich.

Wenn die Stromversorgung über spezielle Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen erfolgt, ist die Auswahl der­zeit noch auf sehr wenige Lieferanten beschränkt. Die Bundesnetzagentur ist jedoch bestrebt, die Lieferanten­wechsel­möglichkeiten auch in diesem Bereich zu verbessern.

Wenn die Wärmepumpe über einen eigenen Stromzähler betrieben wird, können Sie unabhängig von diesem Zähler den Anbieter für den herkömmlichen Haushaltsstrom wechseln.

Wer kann den Energieanbieter wechseln?

Grundsätzlich kann jeder Verbraucher den Energieanbieter wechseln, der einen eigenen Energiezähler für sein Haus oder seine Wohnung hat und in einem direkten Vertragsverhältnis zu einem Energieanbieter steht (also direkt die Rechnungen erhält und den Strom oder das Gas bezahlt).

Nicht wechseln können Mieter von Wohnungen, deren Energiekosten vom Vermieter auf die Mieter umgelegt werden. Diese können höchstens ihren Vermieter auf die Möglichkeit des Anbieterwechsels aufmerksam machen. Für Verbraucher mit Zweitarifzählern (Nachtspeicherheizung) oder Tarifen für Wärmepumpen gibt es am Markt noch keine echten Alternativen. Ein Anbieterwechsel ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch können verbilligte Sondertarife derzeit nur vom örtlichen Versorger bezogen werden.

Wie wechselt man den Energieversorger?

Der Anbieterwechsel ist einfach und birgt keinerlei Risiken für den Verbraucher, da die Stromversorgung per Gesetz immer sichergestellt ist. Sie müssen lediglich den Wechselauftrag ausfüllen und unterschrieben zurücksenden. In der Regel übernimmt der neue Anbieter die Kündigung bei Ihrem bisherigen Versorger zum nächstmöglichen Termin (Ausnahmen: Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen und kurzfristig zu kündende Verträge. Eine versäumte Kündigung hätte zur Folge, dass Sie wieder für einen längeren Zeitraum, beispielsweise 6 oder gar 12 Monate, gebunden sind). Nach etwa drei Wochen erfolgt die Belieferung mit Strom oder Gas durch den neuen Versorger.

Kostet der Wechsel etwas?

Nein. Der Wechsel ist kostenfrei. Ein Energieleifervertrag mit der EGRR ist ein sogenannter "All-Inclusive-Vertrag", das bedeutet, dass wir alle Formalitäten des Wechsel für Sie übernehmen, ohne diese zu berechnen.

Was passiert, wenn sich mein Verbrauch im nächsten Jahr ändert?

Die Höhe Ihrer Abschläge wird jedes Jahr Ihrem tatsächlichen Verbrauch angepasst und Ihnen mit der Jahresendabrechnung mitgeteilt.

Sollten Sie unterjährig feststellen, dass Sie Ihren Verbrauch reduzieren konnten, teilen Sie uns dies mit einer aktuellen Zählerstandsmeldung mit und die EGRR passt sofort Ihre Abschläge an.

Was ändert sich durch den Wechsel des Stromversorgers?

Für Sie ändert sich wenig: Sie erhalten Ihre Rechnung vom neuen Stromversorger und zahlen an diesen Ihre Abschläge. Der lokale Netzbetreiber kümmert sich weiterhin um die Wartung Ihres Stromzugangs. Der Stromzähler muss nicht aus- oder umgebaut werden. Auch Ihren Strom bekommen Sie nach wie vor über das lokale Stromnetz. Der neue Anbieter speist die Menge Strom, die Sie verbrauchen in das allgemeine Stromnetz ein und zahlt dem lokalen Netzbetreiber ein so genanntes Netznutzungsentgelt für den 'Transport' dieses Stroms zu  Ihnen. Da der örtliche Versorger gesetzlich dazu verpflichtet ist, Sie zu versorgen, stehen Sie niemals unverschuldet ohne Strom oder Gas (das vorige trifft genauso auch für Gas zu) da.

Wo finde ich meinen Stromzähler und die Zählernummer?

Wenn sich der Strom- oder Gaszähler nicht in Ihrer Wohnung befindet, ist er im Treppenhaus oder im Keller angebracht. Fragen Sie notfalls Ihren Vermieter, die Hausverwaltung oder den Hauswart, sollten Sie den Zähler nicht finden.

Ihre Zählernummer finden Sie auf Ihrer letzten Energierechnung und natürlich auch auf dem Strom- oder Gaszähler. Falls Sie die Zählernummer nicht finden können, erfragen Sie diese bei Ihrem bisherigen Energieversorger, da diese in jedem Fall für den Anbieterwechsel benötigt wird.

Welche Kündigungsfristen muss ich beachten?

In der Grundversorgung beträgt die Kündigungsfrist einen Monat zum Ende des nächsten Kalendermonats. Haben Sie aber bei Ihrem Grundversorger ein anderes Strom- oder Gasprodukt gewählt oder sind bereits zu einem anderen Energieanbieter gewechselt, gelten die vereinbarten Kündigungsfristen aus diesem so genannten Sondervertrag, die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt sind.

Die Kündigung des Versorgungsvertrags bedarf grundsätzlich der Schriftform.

Muss ich Mitglied der Genossenschaft werden?

Momentan ist es nicht nötig, Mitglied der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG zu werden, um in den Genuss der günstigen Strom- und Gaspreise zu kommen.
Es steht jedoch jedem frei, Mitglied der Genossenschaft zu werden, um so die politische Arbeit der EGRR zu unterstützen. Getreu unserer Satzung arbeiten wir an einer wirklichen Liberalisierung des Energiemarktes und an der Abkehr von umweltschädlicher Energiegewinnung.
Die Mitgliedschaft wird durch den Erwerb eines Anteils in Höhe von 100 Euro erworben.
Hierfür wird eine einmalige Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30 Euro erhoben. (Hier können Sie Mitglied werden.)
Bei einem Austritt aus der Genossenschaft wird der Anteil / werden die Anteile komplett zurück erstattet.
Sie können bis zu 50 Anteile an der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG zeichnen.

Wer kündigt meinen Altlieferanten?

In der Regel übernehmen wir automatisch die Kündigung bei Ihrem Vorlieferanten.
Sollten Sie aber (z.B. aufgrund einer Preiserhöhung) ein Sonderkündigungsrecht haben, müssen Sie dieses selbst ausüben, da die Sonderkündigung aus juristischen Gründen nur von Ihnen vorgenommen werden kann.

Was bedeutet Sonderkündigungsrecht?

Die Änderung "wesentlicher Vertragsinhalte" bietet automatisch das Recht zur Sonderkündigung. Sollte also der Lieferpreis erhöht werden, hat jeder Kunde das Recht, dieser Vertragsänderung mit der Sonderkündigung zu widersprechen.
Diese Sonderkündigung muss allerdings aus juristischen Gründen vom Kunden selbst ausgesprochen werden.
Die EGRR kann im Rahmen des Lieferantenwechsels nur normale Kündigungen bestehender Lieferverträge für Ihre Kunden vornehmen.

Wieso steht bei dem Vergleichsportal was anderes als auf Eurer Website?

Die EGRR hat mit keinem Internet-Vergleichsportal Verträge abgeschlossen. Somit sind die Angaben, die auf den Preis­vergleichs­seiten gemacht werden nicht immer die aktuellsten. Einzig die Angaben auf den Webseiten der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG sind ausschlaggebend.