Energie leicht und verständlich erklärt

Was ist ein Netzbetreiber? — Was bedeutet EEG-Umlage eigentlich? — Wie entsteht der monatliche Abschlag meiner Stromrechnung? — Wie setzt sich der Strompreis zusammen? — Was passiert, wenn der Stromversorger nicht mehr liefern kann? — Wie produziere ich erneuerbare Energie selbst? — Die größten Einsparpotentiale im Unternehmen — Was ist eigentlich ein Verteilnetzbetreiber? — Wie funktioniert das mit den Energielieferungen in Deutschland? — Wieviel Wärmeenergie verbraucht mein Haus? — Die wichtigsten Energiespartipps im Haushalt — Ursachen für den Schimmelpilzbefall in Wohnräumen — Waschen & Trocknen

In unserem Glossar erläutern wir schon sehr viel, aber die ausführlichen Erklärungen finden Sie in dieser stetig wachsenden FAQ.

bisherige Artikel

Die wichtigsten Energiespartipps im Haushalt 2 von 4

© LoloStock, fotolia

Waschen und Trocknen

Waschen ist ein essentieller Bestandteil eines jeden Haushaltes. Zwar ist das Nutzungsverhalten stark unterschiedlich – man vergleiche eine junge Familie mit zwei Kindern und einen Single-Haushalt –, doch gibt es ein paar einfache Dinge zu beachten, die bares Geld sparen können und das bei jedem Waschgang. Prinzipiell gilt, desto höher die Waschtemperatur, umso mehr Strom wird auch verbraucht. Wenn sie z.B. mit 40° statt mit 60° waschen, dann sparen Sie ca. 50% des Energieeinsatzes! Die geringere Waschtemperatur wird dann zwar durch etwas längere Waschzeiten substituiert, spart aber eine Menge Geld.

Somit ist das Relikt vergangener Tage, der Kochwaschgang, überhaupt nicht mehr nötig. Aufgrund der Waschmittelentwicklung und der besseren hygienischen Eigenschaften, werden mit der höheren Temperatur keine besseren Waschergebnisse erzielt. Bei hartnäckigen Flecken reicht auch eine Temperatur von 60°. Weiterer Energiefresser ist die Zeitvorwahl wann das Waschprogramm anfangen soll zu starten. Je weiter der Waschvorgang in der Zukunft liegt, umso mehr Energie wird verbraucht, da ja die Waschmaschine eingeschaltet sein muss für diese Funktion. Sinnvoller erscheint, die Waschmaschine erst dann einzuschalten, wenn wirklich gewaschen werden soll und nach jedem Waschgang die Maschine auszustellen. Zudem ist darauf zu achten, dass jeder Waschgang möglichst mit voller Beladung durchzuführen ist, da hierdurch die Gesamtanzahl der Waschgänge reduziert werden kann. Eine halb beladene Waschmaschine reduziert zwar den insgesamten Energieverbrauch, aber nicht in dem Verhältnis wie der Beladungsstand. Hier sind moderne Maschinen mit einer sog. Fuzzy-Logik ausgestattet. Wasser wird ganz genau nur so viel verwendet, wie auch zum Gewicht der Beladung benötigt wird. Durch den optimalen Wassereinsatz, wird auch optimal viel Energie zum Erwärmen des Wassers eingesetzt. Beim Erwärmen des Wassers entfällt der meiste Energieeinsatz. Warmes Wasser kann durch eine Reihe von Maßnahmen bereitgestellt werden, die nicht umsonst, aber zumindest günstiger hergestellt wurden, als die Kosten der einzelnen kWh Strom. Eine Grundvoraussetzung hierbei ist, dass relativ kurze Leitungswege vom Erzeugungsort, der Wassererwärmung des restlichen Haushalts, vorliegt. Die zweite Grundvoraussetzung ist, dass die Waschmaschine entweder über zwei Wasserzuläufe verfügt, oder über ein sogenanntes Vorschaltgerät, das aus den verschiedenen Zuläufen die optimale Temperatur mischt.

Was gewaschen wurde, ist feucht und kann nicht sofort gebügelt und getragen werden. Wichtig ist, dass die Waschmaschine voll beladen ist und eine große Menge Wäsche richtig schleudert. Denn alles, was die Waschmaschine erledigt, muss dann nicht mehr der sehr stromintensive Trocknungsprozess erledigen. Dieser Prozess wird durch einen Trockner ausgeführt. Übliche Modelle verbrauchen ein Vielfaches an Energie wie der eigentliche Waschprozess. Klar ist das schnelle Trocknen der Wäsche ein Zeit- und Komfortgewinn, doch wesentlich teurer als die normale Lufttrocknung. Ein Trockner mit Feuchtigkeitssensor hält den Schmerz bis auf nötigste gering, indem ständig kontrolliert wird, welches Trocknungsprogramm mit unterschiedlichen Energieeinsätzen denn noch wirklich nötig ist, um so das Optimum zu erreichen. Zu guter Letzt ist das regelmäßige Reinigen des Flusensiebs notwendiges Übel, da ein verunreinigtes Sieb die Trocknungszeit unnötig verlängert.

Wenn es Zeit und Wetter zulassen, erhalten Sie den größten Spareffekt: Lassen Sie Ihre Wäsche draußen, an der frischen Luft, trocknen.

Ursachen für den Schimmelpilzbefall in Wohnräumen

Pilzsporen sind Bestandteile der Außenluft. In den Innenräumen stellt sich demzufolge eine ähnliche Konzentration in der Luft ein.

Bei einer bauphysikalisch intakten Bausubstanz können diese Sporen keine ausreichende Lebensgrundlage vorfinden, auf welcher sie sich niederlassen und sich vermehren können.

Erst dann, wenn auf Innenoberflächen von Möbeln, Wänden und anderen Bauteilen Bedingungen herrschen, die die Vermehrung von Schimmelpilzen begünstigen, kommt es zu einer Anreicherung und Vermehrung bzw. zum Schimmelpilzbefall.

Für das Wachstum von Schimmelpilzen sind vor allem zwei Faktoren von Bedeutung:

  • Ausreichendes Feuchtigkeitsangebot
  • Vorhandensein von Materialien aus organischen Bestandteilen (Holz, Tapeten, Zimmerpflanzen, Bioabfall u.a.)

Schimmelpilze benötigen zum Wachstum eine relative Luftfeuchte von 65 - 85% und eine Materialfeuchte von 15 - 18 %.

Hohe Feuchtigkeitsgehalte in Wohnräumen können sowohl bauliche als auch nutzungsbedingte Ursachen haben. Moderne Baumaterialien verfügen heute meist wieder über bessere Fähigkeiten, Feuchte aufzunehmen und zu regulieren als Materialien, die in den letzten 30 Jahren verwendet wurden.

Farbanstriche und Tapeten haben meist hohe Kunststoffgehalte, besitzen also im Vergleich zu Kalk-, Kreide- oder Lehmfarben kaum feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften und „versiegeln“ somit die feuchteregulierenden Baumaterialien.

Ein Luftaustausch, wie er bei alten Fenstern selbst in geschlossenem Zustand noch möglich war, ist bei Isolierverglasungen weitestgehend unterbunden.

Ohne regelmäßige und gezielte Lüftung in Verbindung mit zumindest mäßig temperierten Wohnräumen, führt der deutlich verbesserte Wärmeschutz von Gebäuden zu erhöhter Luftfeuchtigkeit im Raum und zur Kondenswasserbildung an kalten Oberflächen. Diese typischen Wärmebrücken sind bei älteren Häusern Heißkörpernischen, ungedämmte Rollladenkästen oder Hausecken.

Schimmelpilze besitzen eine Vielzahl potenter Enzyme und können feuchte Wände, Tapeten und Holz als Nährstoffquelle verwenden. Da sie zudem in einem sehr weiten Temperaturbereich wachsen können, finden die meisten Schimmelpilze in feuchten Innenräumen geeignete Lebensbedingungen vor.

Befallene Stellen sollten sofort behandelt werden, um eine Verbreitung zu verhindern und die Abgabe von Sporen an die Atemluft zu vermeiden, durch die Krankheiten und Krankheitssymptome ausgelöst werden können.

Was gemacht werden kann

Insgesamt können einige Untersuchungen zum gewünschten Ergebnis führen. Hierzu zählen die Analyse und Berechnung der baulichen Situation auf Wärmebrücken, Untersuchungen zur Bauteilfeuchte, Verfahren zur Messung der kapillaren (aufsteigenden) Feuchte, weitere Suche nach Ursachen, die zu einer Feuchteanreicherung in Bauteilen führen könnte, wie z.B. Rohrbrüche etc.

Was können wir für Sie tun

Wenn Schimmelpilz vorhanden ist Untersuchung, Auswertung und Beratung zum Nutzer- und Lüftungsverhalten. Hier kann auch der Klimagriff helfen.

Beratung zu Sofortmaßnahmen und zu langfristigen Maßnahmen zur Beseitigung und Vermeidung von Schimmelpilzbefall.

Untersuchung von vorhandenem Schimmelpilzbefall auf Allergie- bzw. Krankheitsrisiken durch Probennahme und Laboruntersuchung.

Die wichtigsten Energiespartipps im Haushalt 1 von 4

Beleuchtung

Licht ist eine der Grundlagen um komfortabel zu wohnen und sich in den eigenen Wänden wohl zu fühlen. Jedoch sind die meisten Leuchtkörper im Haushalt wahre Stromfresser, die zwar einzeln relativ wenig verbrauchen, alle Leuchtkörper zusammen gerechnet aber einen großen Anteil am Gesamtstromverbrauch ausmachen. Zudem werden bei herkömmlichen Lampen gerade mal 5-10 % der insgesamt eingesetzten Energie in Licht umgewandelt, 90-95 % des Energieeinsatzes wird in Wärme umgewandelt. Aber was kann gemacht werden um im Bereich Beleuchtung Energie zu sparen?
Die einfachste Form, die auch kein Geld kostet, ist sich bewusst darüber zu werden, dass jede unnötig brennende Lampe oder Deckenleuchte zum einen keinen Nutzen hat und zum anderen unnötig Energie und damit auch Ihr Geld verschwendet. Der Klassiker ist wohl das Beispiel, das Licht immer nach dem Verlassen eines Raumes auszuschalten. Orte, die nur sporadisch, beispielsweise die gesamte Nacht nicht, betreten werden, oder auch Flure, Gästetoiletten etc. bieten typische Anwendungsfelder, um über einen Bewegungsmelder nachzudenken. Mit ein paar Euro Aufwand kann hier viel Geld eingespart werden, da nicht ständig darauf geachtet werden muss und eine gewisse Sicherheit besteht, dass an diesen Bereichen kein Licht brennt und so auch Ihr Geld verbrennt.
Eine weitere Möglichkeit besteht im Austausch aller Leuchten durch modernste LED-Technik. Mit der Zeit sind die Kosten von LED-Lampen und -Leuchten rasant gefallen und sie zahlen sich nach kurzer Zeit aus. Obendrein wird mit sehr viel weniger Energieeinsatz das gleiche Ergebnis erreicht wie mit herkömmlicher Lampentechnologie. LED-Technik ist auch kombinierbar mit Bewegungsmeldern.
Wer gerade Umbaumaßnahmen plant, sollte sich über die Raumgestaltung und die effiziente Tageslichtnutzung Gedanken machen. Weiße Wände verstärken die Raumhelligkeit, um nur ein Beispiel zu nennen.

Energiebezug

Seit der Strom- und Gasmarktliberalisierung haben sich eine Menge Energielieferanten auf dem Markt hervorgetan, die mit mehr oder weniger hohen Erstkundenrabatten versuchen, Kunden für die Strom- und Gaslieferung zu gewinnen. Dies ist aber oft ziemlich trügerisch, da meist mit Mehrjahresverträgen verbunden und die üppigen Rabatte des Erstjahres in den Folgejahren auf den Energiepreis aufgeschlagen werden. Gerne wird mit einem sehr niedrigen Preis gegenüber dem Wettbewerb meist auch an verschiedenen anderen Stellen gespart, wie z.B. dem Service.
Deshalb gibt es bei der Lieferantenwahl große Energie- und Geldeinsparpotenziale und Unterschiede.
Überdies sind noch eine Menge Haushalte in der Grundversorgung, sie beziehen also den teuersten Strom, das teuerste Gas ihres Grundversorgers. Dieser ist häufig das lokale Stadtwerk und hat eine gesetzliche Belieferungspflicht, die er sich durch deutlich überhöhte Preise vergüten lässt. Er muss also jeden mit Energie beliefern und macht dies auch automatisch, sobald z. B. eine neue Wohnung bezogen wird. Viele wissen nicht, dass sie beim erstmaligen Einschalten des Lichts in ihrer neuen Wohnung einen Stromliefervertrag mit ihrem Grundversorger eingehen.
Wer ihr Lieferant ist und wie viel Sie für ihre Energie bezahlen, verrät ihre letzte Strom- und Gas-Jahresrechnung.
Wenn Sie nicht wissen, wer ihr Grundversorger ist, können Sie uns gerne innerhalb der Geschäftszeiten kontaktieren. Zudem können wir Ihnen durch unser Serviceteam beratend zur Seite stehen und einen Preis kreieren, der sich an ihre Bedürfnisse anpasst.

Die größten Einsparpotentiale im Unternehmen

Die von der europäischen Union gesetzten übergeordneten Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020 sind sehr ehrgeizig. Gefordert werden mindestens 20 Prozent weniger Treibhausgase, mindestens 20 Prozent der Endenergie aus erneuerbaren Energiequellen und mindestens 20 Prozent weniger Primärenergieeinsatz. Durch ein Anfang Dezember 2014 auferlegtes Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 des Bundeskabinettes setzt die deutsche Regierung die Ziellatte noch etwas höher, indem nicht 20 Prozent Treibhausemissionen sondern 40 Prozent eingespart werden sollen. Alles im Verhältnis zum Vergleichsjahr 1990. Doch während die Nutzung erneuerbarer Energien gute Ergebnisse vorweist, ist das Energiesparen, also der Einsatz energieeffizienter Maßnahmen und Technologien als zentraler Bestandteil der Energiewende aber noch sehr ausbaufähig.

Einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, also dem Darlegen von Energiesparpotenzial ist die Umsetzung des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) von Anfang März 2015. Hier müssen alle nicht KMU bis Anfang Dezember ein sich mindestens alle vier Jahre wiederholendes Energieaudit nachweisen. Siehe Nachricht vom 10.04.2015.
Wo erste Ansatzpunkte, also Energiesparpotenziale zu suchen sind, wird folgend näher aufgeführt, wobei die Reihenfolge der Potenziale keine Wertigkeit und Gewichtung für das einzelne Unternehmen darstellen muss, sondern vielmehr eine Auflistung darstellt.

Beleuchtungstechnik

Je nachdem um welches Gewerbe es sich handelt, kann der Anteil des betrieblichen Stromverbrauchs im Bereich Beleuchtung von ein paar wenigen Prozent bis zu 40 % ausmachen. Beleuchtungsanlagen sind meist im betrieblichen Dauereinsatz. Es werden Arbeitsplätze, Werkstatthallen, Produktionshallen, Parkplätze etc. ausgeleuchtet. Nicht selten sind Beleuchtungsanlagen auch an bestimmte Mindestanforderungen geknüpft, siehe DIN EN 12464-1. Durch den Einsatz modernster LED-Technik besteht bei der Sanierung von Beleuchtungsanlagen hohes Einsparpotenzial. Das Potenzial, Strom bei der Sanierung einzusparen, liegt nicht selten bei 70% und mehr, wobei natürlich die größten Einflussfaktoren das Alter und der Verbrauch der Bestandsanlage sind. Neben Stromersparnissen sind meist höhere Lebensdauer und länger auseinander fallende Wartungsintervalle positive und auch monetär zu bewertende Nebeneffekte.

Informationstechnik

Kaum ein Industriebereich ist technologisch so schnell wachsend wie der Bereich IT. Immer mehr Prozesse und Nutzer werden IT-technisch abgebildet oder sind sehr stark an die IT gebunden. Durch die immer größere Anwendungsvielfalt und dem damit einhergehenden Wachstum wächst auch der Energieverbrauch im betrieblichen Umfeld. Durch bessere Serverauslastung, intelligente Kühlkonzepte oder Wärmerückgewinnungsmaßnahmen können durch diese sogenannte Green-IT-Maßnahmen nicht selten Energieeinsparungen von bis zu 75% erreicht werden.

Druckluft

Druckluft ist ein sehr typisches und viel genutztes Hilfsmittel. Typische Anwendungsfelder sind der Antrieb von Zylindern, die betriebliche Rohrpost, Lackierstraßen, Kühlung etc. Trotz dessen ist Druckluft sehr kostenintensiv, da der Wirkungsgrad bei der Verdichtung der Luft sehr schlecht ist und bei ca. 1:10 liegt. Das bedeutet, dass 10 mal mehr Energie aufgewendet werden muss als Nutzenergie zur Verfügung steht. Die häufigste Verschwendung ist in den Leckageverluste im Druckluftnetz, in der Höhe des Betriebsdrucks und den druckluftnutzenden Geräten zu sehen. Unterm Strich muss das Gesamtsystem auf die Verwendung angepasst werden. Nicht selten werden Ersparnisse im Bereich um 50 % erreicht.

Lüftungstechnik

Frischluft ist ein nicht mehr wegzudenkender Aspekt in Bürogebäuden, Produktions- oder Fertigungshallen. Ein angenehmes Raum und Arbeitsklima, die Bereitstellung von Sauerstoff, der Abtransport ungewünschter Luftpartikel zum Betrieb von Reinräumen, sind nur ein paar Anwendungsfelder, bei denen Luft benötigt wird. Bei vielen Anwendungsfeldern ist die Lüftungsanlage falsch dimensioniert oder ist im nicht notwendigen Dauereinsatz. Die Lüftungsanlage sollte auf die jeweiligen Anwendungsfelder dimensioniert sein. Wenn der Bedarf ermittelt ist, kann dann die Anlagentechnik, wie Volumenstromregler, effiziente Motorentechnik oder die Kanalführung überprüft werden. 20 % Ersparnis, in manchen speziellen Anwendungsfeldern sogar mehr, sind dann zu erwarten, oft noch mehr, wenn Wärmerückgewinnungsmaßnahmen Anwendung findet.

Pumpen

Pumpen sind aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. Pumpen sind in allen Industriezweigen und auch Privatanwendungen zu finden, mit unterschiedlichsten Aufgaben. In geschlossenen Systemen werden Umwälzpumpen verwendet um beispielsweise Heizungs- oder Klimaanlagen zu betreiben. In der Abwasser- oder Frischwasserversorgung kommen dann Förderpumpen zum Einsatz. Die Pumpe sollte auch in Hinblick auf die Anwendungsfelder, also des zu transportierenden Mediums, des Temperaturniveaus, des Volumenstroms und der Förderhöhe bewertet werden. Bis zu 90 % der Gesamtkosten im Lebenszyklus einer Pumpe entstehen durch den Energieeinsatz. Ersparnisse um 30 % können erzielt werden.

Prozesswärme

Überall dort, wo Prozesswärme benötigt wird, können meist auch durch einfache Maßnahmen Teile der eingesetzten Wärme zurückgewonnen werden. Prozesswärme ist mit über 50 % der größte Verbraucher im industriellen Gesamtenergiebedarf. Ein Großteil der Anwendungen wird in Kesselanlagen zur Herstellung von Dampf oder Heißwasser benötigt, typischerweise in der Chemie-, Papier-, Nahrungsmittelindustrie. Schon einfachste Maßnahmen mit geringem Kapitaleinsatz können erhebliche Wärmeverluste minimieren und sich schnell bezahlt machen. Zu denken wäre hier an die Dämmung von Rohrleitungen.

Gebäude

Fast jedes Unternehmen besitzt ein Gebäude, das über einen Wärmebedarf verfügt. Grundlegend können in der Anlagentechnik, Wärmeerzeugung und bei der Gebäudehülle erhebliche Einsparpotentiale generiert werden. Bei der Wärmeversorgung ist es wichtig, genau zu wissen, wie hoch der Bedarf der zu versorgenden Gebäude oder des Gebäudes ist. Auch vergangene oder zukünftige Modernisierungsmaßnahmen sind in die Gesamtbetrachtung mit einzubeziehen, damit keine Über- oder Unterdimensionierung die Folge ist.

Wie produziere ich erneuerbare Energie selbst?

Prinzipiell ist so gut wie jedes Einfamilienhaus geeignet, auf Grundlage geeigneter Technik selbst Energie zu produzieren, die dann auch verbraucht werden kann. Unterschieden wird zwischen Wärmeenergie und Strom. Betrachtet man den Energiebedarf eines Einfamilienhauses, besteht dieser zu einem großen Teil aus Wärme und zu einem wesentlich kleineren Anteil aus Strom. Im Folgenden werden Möglichkeiten der Erzeugung erneuerbarer Energie kurz angesprochen, auf genaue Umweltwärme kann mit Hilfe von Wärmepumpen gewonnen werden.Funktionsweisen wurde bewusst verzichtet.

Umweltwärme kann mit Hilfe von Wärmepumpen gewonnen werden. Im Prinzip wandelt die Wärmepumpe Umweltenergie in Heizenergie um. Die Umweltwärme kann aus der Luft, dem Erdreich oder aus Wasser gewonnen werden. Wie effizient eine Wärmepumpe tatsächlich ist, drückt der sogenannte COP (Coefficient of Performance = Leistungskoeffizient) (s.a: Glossar: Jahresarbeitszahl) aus. Bei einem COP von 3, wird 3 mal so viel Wärme erzeugt wie zum Betrieb des Prozesses aufgewendet wird. Modernste Wärmepumpen arbeiten derzeit schon im Bereich eines COP von über 4. Wärmepumpen werden in der Regel mit Strom angetrieben, eine neue Generation von Wärmepumpen kann auch mit Erdgas betrieben werden.

In menschlichen Maßstäben unbegrenzt steht die Sonne zur Verfügung. Die Sonne ist die größte Energiequelle, die derzeit zur Verfügung steht. Insgesamt gibt die Sonne eine Energiemenge von 1,5 x 1018 kWh auf die Erdoberfläche ab, was insgesamt dem 10.000-fachen des Weltenergiebedarfs 2010 entspricht. Es gibt sowohl die Möglichkeit Wärme als auch Strom mit Hilfe der Sonne herzustellen. Wärme kann mit sogenannten Solarthermie-Kollektoren erzeugt werden. Es kann sowohl das Trinkwasser als auch das Heizungswasser erwärmt werden. Folgende Grafik zeigt eine einfache Funktionsweise einer Solarthermieanlage, hier explizit nur zur Trinkwassererwärmung.

Zum Betrieb einer Solarthermieanlage werden im einfachsten Fall die Wärmequelle, Flach- oder Röhrenkollektoren, ein Pufferspeicher und eine Solarstation zum Regeln der Umwälzpumpe benötigt.Zum Betrieb einer Solarthermieanlage werden im einfachsten Fall die Wärmequelle, Flach- oder Röhrenkollektoren, ein Pufferspeicher und eine Solarstation zum Regeln der Umwälzpumpe benötigt. Das System nutzt als Wärmeüberträger Wasser mit einem Frostschutzmittel. Vom Prinzip her wird mit Hilfe von Umwälzpumpe und Rohren ein Wasserkreislauf erzeugt.
Die in blau gekennzeichneten Linien stellen den Kreislauf des kalten Wassers dar. Das kalte Wasser wird zum Kollektor geführt und innerhalb des Kollektors dann durch die Sonne erwärmt.
Das dann warme Wasser, die roten Linien, geben innerhalb des Pufferspeichers die Wärme ab. Aus dem Pufferspeicher wird die Wärme dann im Haushalt z.B. für das Duschwasser oder zum Spülen verwendet. Die Heizungswärme wird konventionell dann mit der Hauptheizung erzeugt. Z.B. mit einer Pelletanlage oder einer Gas-Brennwerttherme.
Sonnenenergie kann nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugen. Die Stromerzeugung wird mit Hilfe von Photovoltaik-Modulen gewährleistet.

Die Stromerzeugung wird mit Hilfe von Photovoltaik-Modulen gewährleistet.Diese Module erzeugen mit Hilfe der Sonne sogenannten Gleichstrom. Dieser Gleichstrom muss noch, um im Haushalt verwendbar zu sein, in Wechselstrom umgewandelt werden. Die Umwandlung erfolgt über einen sogenannten Wechselrichter. Vom Wechselrichter aus wird dann der nutzbare Wechselstrom in den Hausverteilerkasten geleitet. Vom Hausverteilerkasten wird der Strom dann zu den hausinternen Verbrauchern, wie. z.B. Waschmaschine oder Beleuchtung transportiert. Der überschüssige Strom, das ist der Strom, der erzeugt, aber gleichzeitig nicht verbraucht wurde, wird in das öffentliche Verteilnetz eingespeist. Jede kWh, die in das Verteilnetz eingespeist wird, erhält eine feste Vergütung, die vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage abhängig ist. Soll der erzeugte Strom zu einem späteren Zeitpunkt verbraucht werden, als er erzeugt wurde, können sogenannte Akkumulatoren, Stromspeicher, eingesetzt werden. Dann kann der Strom in den Abendstunden oder der Nacht verbraucht werden.

Holz ist wohl die ursprünglichste Wärmequelle. Insgesamt gibt es mehrere Möglichkeiten Holz als Wärmequelle zu verwenden. Im Kamin (auch wasserführend, automatische Scheitholzanlagen) Pellets und Hackschnitzel.

Pellet- und Hackschnitzelanlagen sind in der Regel vollautomatisch betrieben. Es muss dennoch dafür gesorgt werden, dass immer genügend Brennmaterial zur Verfügung steht. Das Brennmaterial wird in einem eigenen Raum gelagert, am besten direkt in oder in unmittelbarer Nähe der Immobilie. Durch ein Fördersystem wird dann je nach Bedarf Brennmaterial transportiert und verfeuert. Ein ähnliches Prinzip verfolgen die automatischen Scheitholzanlagen. Hier werden nur statt Pellets oder Hackschnitzel 25 – 50 cm lange Holzscheite verfeuert, die über eine Restfeuchte von weniger als 20 % verfügen sollten. Hier könnte ein Lagerungs-/Logistikproblem bestehen, da je nach Restfeuchte des Holzes gute Lagerbedingungen geschaffen werden müssen, um dem Holz optimal die Feuchte bis auf das gewünschte Restfeuchteniveau zu entziehen. Kamine sind in vielen Wohnzimmern zu finden. Auch hier wird Scheitholz verfeuert. Die entstehende Wärme wird dann zum größten Teil im Raum verteilt. Kamine ohne wasserführende Elemente sind für das langfristige Heizen einer Immobilie nur bedingt geeignet, da die Brennkammer nur sehr begrenzt Holz aufnehmen kann und die Brenndauer, die mit einer Füllung erzielt werden kann, meist, je nach Holzart, eine Stunde nicht überschreitet. Diese Art der Wärmeerzeugung ist eher zur Schaffung einer angenehmen Umgebung geeignet, die zeitlich begrenzt genutzt werden soll. Hingegen ist ein Kamin mit wasserführenden Elementen dafür ausgelegt, einen Pufferspeicher mit Wärme aufzuladen. Ähnlich dem Prinzip der Solarthermie, nur dass die Wärmequelle nicht der Kollektor ist, sondern der Kamin selbst. Zudem wird ja noch wie bei einem normalen Kamin ein Teil der Wärmeenergie an die Umgebung abgegeben. Die Wärmeenergie wird also effizienter genutzt, da ja die Wärmeenergie im Pufferspeicher zur späteren Verwendung vorgehalten wird.

Wie ergibt sich die EEG-Umlage?

© fotokalle - Fotolia

Die Entwicklung des erneuerbaren Energiegesetzes

Bevor detailliert geschildert werden kann, wie sich die EGG-Umlage ergibt, sollte verstanden werden, wie es zum erneuerbaren Energiegesetz überhaupt kam und welche Motivation dahinter steckt, so ein Gesetz auf den Weg zu bringen. Ende der 1980er Jahre bestand noch eine Art Monopolstellung der Energieversorgungsunternehmen. Auch im Bereich Netzbetrieb. Um diese Situation etwas zu entschärfen hat sich der Gesetzgeber etwas einfallen lassen.
Vorreiter des heute bekannten erneuerbaren Energiegesetzes war Anfang der 1990er Jahre das Strom­ein­speise­gesetz. Dieses Gesetz regelte, dass jeder, der erneuerbare Energien produziert, einen diskriminierungsfreien Zugang zum Verteilnetz erhalten sollte (zu finden in § 2 des Strom­ein­speise­gesetzes). Jede eingespeiste Kilo­watt­stunde Strom wurde auch vergütet und mit einer Abnahmepflicht auferlegt (§ 3 Stromeinspeisegesetz). Diese Vergütung betrug zwischen 65 und 75 % des Durchschnittserlöses der bei den Endverbrauchern erzielt wurde. Da die Situation zwar stagnierte, sich aber nicht verbesserte, wurde im April 2000 die erste Auflage des erneuerbaren Energiegesetzes auf den Weg gebracht.

Ziele, Struktur und Änderungen des EEG

Das erneuerbare Energiegesetz (EEG) soll gemäß §1 Abs. 1 das Interesse des Klima- und Umweltschutzes wahren. Insbesondere soll dieses Gesetz eine nachhaltige Energieversorgung ermöglichen, fossile Energieressourcen schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen fördern. In der ersten Fassung aus dem Jahr 2000 ist verbindlich geregelt, dass der Anteil erneuerbarer Energien zur Stromversorgung bis 2025 auf 40% bis 45% und bis 2035 auf 55% bis 60% erhöht werden sollten. Zur Zielerreichung sind zwei Grundsätze fest im Gesetz verankert worden. Zum einen eine Abnahmepflicht zur Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien, zum anderen eine feste Vergütung für den Zeitraum von 20 Jahren ab Inbetriebnahme, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Außerdem privilegiert das EEG produzierende stromintensive Unternehmen, sowie Unternehmen des Schienenverkehrs unter bestimmten Auflagen und Bedingungen eine Vergünstigung der sich aus dem EEG ergebenden Kosten, die von jedem Endverbraucher im gleichen Maße getragen werden müssen. Dies ist die sogenannte EEG-Umlage.

Die EEG-Umlage

Durch die Tatsache, dass jede Kilowattstunde Strom, die erneuerbar erzeugt wurde, eine gesetzlich festgelegte Vergütung gezahlt wird, entstehen Kosten, die von jedem Endverbraucher mitgetragen werden müssen. Diese Kosten werden als EEG-Umlage deklariert und werden mit der monatlichen Stromrechnung verbrauchsabhängig beglichen. Verbrauchsabhängig bedeutet, dass die EEG-Umlage auf jede verbrauchte kWh aufgeschlagen wird, die auch tatsächlich verbraucht wurde.

Aber wie ergibt sich die EEG-Umlage?

Jede eingespeiste Kilowattstunde Strom wird an denjenigen vergütet, dessen Anlage die Einspeisung vollzieht. Diese Vergütung händigt dann der jeweilige Netzbetreiber aus. Der Netzbetreiber verkauft den Strom an der Börse oder verwendet ihn in seinem Versorgungsgebiet. Er erzielt also Erlöse. Die Differenz zwischen der Vergütung und den Einnahmen ist die Grundlage für die Ermittlung der EEG-Umlage. Diese ermitteln dann alle Netzbetreiber selbst. Für die Vermarktung des EEG-Stroms sind die vier großen deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) verantwortlich. Die ÜNB ermitteln anhand von Prognosen bis zum 15 Oktober eines Jahres die Höhe der zu erwartenden EEG-Umlage für das Folgejahr, indem Sie zusammen mit Forschungsinstituten anhand der voraussichtlichen Verkaufserlösen an der Strombörse einen Wert ermitteln. Dieser ermittelte Wert ist die sog. EEG-Umlage. Für das Jahr 2015 beträgt die EEG-Umlage beispielsweise 6,17 Cent/ kWh netto.

Wieviel Wärmeenergie verbraucht mein Haus?

Jedes Haus hat einen bestimmten Bedarf an Wärme. Die Wärme ist notwendig, dass Sie sich in ihren eigenen vier Wänden wohl fühlen.
Je nach Baujahr des Hauses gibt es zum Bauzeitpunkt eine gesetzliche Regelung, wie hoch der Wärmebedarf der Immobilie sein darf. Der Wärmebedarf war Grundlage der verwendeten Materialien, die dann einzeln für sich auch wieder bestimmte Wärme­eigenschaften aufweisen. Dieser Wärmebedarf wird in kWh/m²/Jahr deklariert und wurde gesetzlich definiert.
Das erste Gesetz war das sogenannte Energieeinsparungsgesetz (EnEG), das 1977 mit der Wärme­schutz­verordnung (WärmeschutzV) verbindlich den Energiebedarf von Neubauten regelte. Die Verordnung wurde noch zwei Mal novelliert, 1984 und 1995.
2002 wurde die Wärme­schutz­verordnung dann von der Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst.
Neuerung der EnEV war die Ausweitung des Energiebedarfs auf den Primärenergieeinsatz, statt nur die Wärme zu betrachten. Die neueste Novellierung der EnEV trat 2014 in Kraft.

Für Deutschland ist es wichtig, verbindlich Wärmeverbrauchsstandards zu definieren, da der Sektor private Haushalte in Deutschland etwa 27 % des deutschen Gesamtenergiebedarfs stellt.
Der Gesamtenergiebedarf wiederum steht im direkten Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoß. Der CO2-Ausstoß ist an verbindliche Einsparziele auf EU-Ebene verbunden, zu denen sich Deutschland verbindlich verpflichtet hat.Wärmeverluste

Die Grafik veranschaulicht, wo überall in Ihrem Haus Wärmeverluste entstehen. Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt die Immobilie gebaut wurde, gibt es verbindliche Regelungen, wie hoch der Gesamtbedarf an Wärme sein darf. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit die Baumaterialien an die Anforderungen der Bauwirtschaft und die gesetzlichen Regelungen angepasst. Folgende Tabelle zeigt den Wärmebedarf von Immobilien der verschiedenen Baujahre.

 

StandardHeizwärmebedarf
Qh
Primärenergiebedarf
QP
Nicht saniertes Wohnhaus, Baujahr 1960–1980 300 kWh/(m²·a)  
Durchschnitt Deutschland 2002 160 kWh/(m²·a)  
Wärmeschutz­verordnung (WSVO 77) ≤ 250 kWh/(m²·a)  
Wärmeschutz­verordnung (WSVO 82) ≤ 150 kWh/(m²·a)  
Wärmeschutz­verordnung (WSVO 95) ≤ 100 kWh/(m²·a)  
Niedrig­energiehaus (EnEV 2002) ≤ 70 kWh/(m²·a)  
KfW-60-Haus (EnEV 2004)   ≤ 60 kWh/(m²·a)
KfW-40-Haus (EnEV 2004)   ≤ 40 kWh/(m²·a)
KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV 2007)   ≤ 60 kWh/(m²·a)
KfW-Effizienzhaus 55 (EnEV 2007)   ≤ 40 kWh/(m²·a)
KfW-Effizienzhaus 85 (EnEV 2009) ≤ 55 kWh/(m²·a) ≤ 85 % Höchstwert EnEV 2009
(ca. 50 kWh/(m²·a))
KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV 2009) ≤ 45 kWh/(m²·a) ≤ 70 % Höchstwert EnEV 2009
KfW-Effizienzhaus 55 (EnEV 2009) ≤ 35 kWh/(m²·a) ≤ 55 % Höchstwert EnEV 2009
KfW-Effizienzhaus 40 (EnEV 2009) ≤ 25 kWh/(m²·a) ≤ 40 % Höchstwert EnEV 2009
Passivhaus (PHPP) ≤ 15 kWh/(m²·a) ≤ 120 kWh/(m²·a)

Beispielweise hat eine Immobilie mit dem Baujahr 1975, 150 m² Wohnfläche, einen Heizwärmebedarf von 180 kWh/m²/Jahr und einen Trinkwasserbedarf von 12,5 kWh/m²/Jahr.
Insgesamt ist der Wärmebedarf also 192,5 kWh/m²/Jahr, gesamt also: 192,5 kWh * 150 qm = 28.875 kWh/ Jahr.

Umgerechnet hat der Haushalt also einen Bedarf von 2.887,5 l Heizöl, oder 2.887,5 m³ Gas, wenn ein Umrechnungsfaktor von 10 zugrunde gelegt wird*. (1 l Heizöl = 10 kWh Wärme, analog Gas).
Der Gaspreis schwankt zwischen 6 und 8 Cent und somit liegen die Heizkosten bei 28.875 kWh * 0,06 Cent (0,08 Cent) = 1.732,5 € (2.310 €).
Der Ölpreis schwankt hingegen zwischen 70 Cent und 95 Cent, damit fallen jährliche Heizkosten von 2012,25 € bzw. 2.743,13 € an.

Die Grafik verdeutlicht nochmal, wo Wärmeverluste in einem Gebäude entstehen, diese Werte können je nach Alter der Immobilie auch schwanken.
Wenn Sie mit Gas oder Öl heizen, ergibt sich hieraus automatisch immer eine gewisse Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit drückt sich z.B. in schwankenden Preisen aus. Um sich von dieser Abhängigkeit ein klein wenig zu lösen, liegt der Gedanke nahe, Energie auf Basis erneuerbarer Energien, die ja unbegrenzt und umsonst verfügbar sind, selbst zu erzeugen.
Im Bereich Wärme stehen prinzipiell drei verschiedene Bereiche zur Wahl: Solarenergie, Holz und Wärmepumpenwärme aus den Elementen Luft, dem Boden und Wasser.

* Der Umrechnungsfaktor 10 ist ein allgemein pauschaler Wert, der Umrechnungsfaktor schwankt nach örtlichen Gegebenheiten zwischen 7 und 14.

Was passiert, wenn der Stromversorger nicht mehr liefern kann?

Keine Angst, dass kein Strom mehr da ist

Zunächst können wir Sie beruhigen, das Licht wird nicht ausgeschaltet. Sie können wie gewohnt ganz normal kochen, TV- gucken, waschen oder was sonst noch so innerhalb Ihres Haushaltes nur mit Strom läuft, durchführen. Auch gibt es hier keine Übergangszeit, bis der nächste Stromversorger anfängt Sie mit Strom zu versorgen. Alles ist völlig übergangslos und kostenfrei, wenn der reine Wechselprozess betrachtet wird.

Stromseetheorie vorab

Stellen Sie sich den Stromsee „Deutschland“ vor. Zu jeder Tageszeit steht immer genug Strom zur Verfügung. Jeder Stromversorger verfügt über einen Zugang, mit dessen Hilfe er Strom aus dem Stromsee entnehmen und genau dort wo er benötigt wird hinleiten kann. Dies wird über den sog. Bilanzkreis geregelt, der einen Stromversorger in die Lage versetzt zu jeder Zeit nachzuhalten wann er Strom entnommen und zu seinem Kunden geleitet hat. Der Bilanzkreis enthält noch weitere Informationen wie z.B. Menge des Stroms, Kosten des Stroms, um nur die wichtigsten zu nennen. Jetzt kann auf einmal der Stromanbieter aufgrund einer Insolvenz, oder weil dieser seinen Zugang zum Stromsee nicht mehr vorhanden ist, den Kunden nicht mehr beliefern. Im Fachjargon spricht man hier auch von einer Netzsperre.

Erstmal wird es teuer, aber…….

Wenn der Fall eingetreten ist, dass der Stromversorger nicht mehr liefern kann wird der Verbraucher in die sog. Ersatzversorgung. Ersatzversorgung ist eine im Gesetz fest verankerte Begrifflichkeit, die besagt, dass jeder, der nicht mehr von seinem Stromversorger beliefet werden kann, direkt in die Belieferung des örtlichen Grundversorgers geht. Der Grundversorger ist derjenige Stromversorger, der in seinem Versorgungsgebiet die meisten Kunden hat. Die Ersatzversorgung ist auf max. drei Monate begrenzt, so das Gesetz. Innerhalb dieser Zeit hat der Verbraucher Zeit sich einen neuen Stromlieferanten zu suchen. Schafft der Verbraucher es nicht innerhalb von drei Monaten einen anderen Stromlieferanten zu finden, wird er automatisch Kunde des Grundversorgers, wobei das Vertragsverhältnis innerhalb von zwei Wochen kündbar ist und jederzeit die Möglichkeit besteht einen anderen Strompreis auszuhandeln.

Wichtig: bei einer möglichen Insolvenz

Falls bekannt wird, das ein Stromversorger insolvent ist, oder das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet wurde, besteht erst mal kein Grund zur Panik, da wie gerade beschrieben der „im schlechtesten eintretene Fall“ der ist, das Sie vom Grundversorger bedient werden. Zudem berechtigt bzw. rechtfertigt eine Insolvenz nicht automatisch eine Kündigung. Die richtige Reaktion ist in diesem Fall, dass Sie die Einzugsermächtigung wiederrufen, um schneller auf einen etwaigen Lieferstopp reagieren zu können.

Selbst kündigen ist der Schlüssel des Erfolgs

In jedem Fall muss das Vertragsverhältnis vom Kunden aufgekündigt werden. Hier bestehen zwei Möglichkeiten, entweder kündigt der Kunde ordentlich und beachtet die gesetzlichen Kündigungsfristen, oder er kündigt gemäß § 314 (BGB) aus wichtigem Grund. Der wichtige Grund ist in diesem Fall gewährleistet, wenn feststeht, dass ein Stromlieferant ab einem bestimmten Grund nicht mehr liefern kann. Falls aber der Kunde erst mitkriegt, dass sein Stromlieferant insolvent ist, wenn er bereits in der Ersatzversorgung ist, kann er unverzüglich kündigen.

Fazit

Ja es ist ärgerlich wenn es zu Schwierigkeiten auf Seiten Ihres Stromversorgers kommt. Aber fest steht, dass Sie immer mit Strom beliefert werden und sei es nur in der Ersatzversorgung, die zwar teurer ist als ein anderer Stromlieferant, aber dennoch wird geliefert und Sie stehen nicht im Dunkeln. Sie können also nur gewinnen, wenn Sie die rechtlichen Formalien einhalten. Gerne können wir Ihnen auch Tipps geben, falls Sie noch Fragen haben. Zudem können Sie sich unter folgender Telefonnummer informieren und sich ein Gegenangebot rechnen lassen.
Tel.: 02064 / 77893 99

Wie funktioniert das mit den Energielieferungen in Deutschland?

Der "Stromsee"

Stellen Sie sich vor, in Deutschland gibt es zwei riesige Seen, die mit Energie gefüllt sind, mit Strom und Gas. Diese Energieseen werden von verschiedenen Quellen und einem flächendeckenden Netz von Kanälen gespeist. Quellen wie Kraftwerke, Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen und dergleichen. Diese Energiequellen produzieren ständig Energie. Manche produzieren nur am Tag, wie die Photovoltaikanlagen, manche am Tag und in der Nacht wie z.B. Kraftwerke. Gas wird ständig über riesige Pipelines nach Deutschland transportiert, die z.B. aus Russland oder den nordischen Ländern wie Norwegen zu uns gelangen. Die Kanäle sind die Strom- und Gasleitungen.

Zu jeder Zeit und an jedem Ort in Deutschland wird Energie im ausreichenden Maß zur Verfügung stehen, da immer Energie erzeugt wird und die Kanäle ständig gefüllt sind. Demzufolge kann der See auch nicht austrocknen, da er über sehr viele Quellen und ein sehr gutes Netz von Kanälen verfügt.

Diese Energie aus dem See kaufen Sie von Ihrem Energieanbieter. Der Energieanbieter hat direkten Zugang zu den Quellen. Der Transport der Energie erfolgt über die Kanäle, die in Ihrem Haushalt oder Unternehmen im Zähler enden, wo auch der Verbrauch gemessen wird. Gemessen bedeutet, wie viel Energie z.B. im Zeitraum von einem Monat durch die Leitungen geflossen ist.

Der Energieanbieter kauft wiederum die Energie an der Energiebörse oder direkt an den Quellen (Kraftwerken).

Alle Käufe und Verkäufe werden auf einem virtuellen Konto gebucht. Dies ist der sogenannte Bilanzkreis. Der Bilanzkreis ihres Energieanbieters ist im Grunde eine große Liste, mit dessen Hilfe er die Übersicht wahren kann, zu welchem Zeitpunkt er Energie gekauft hat und wem er die Energie wieder verkauft hat.

Wechseln Sie Ihren Energielieferanten, werden Sie aus der Liste des bisherigen Energielieferanten gestrichen und in die Liste des neuen Energieanbieters aufgenommen. Dieses Geschehen läuft im Hintergrund ab, das merken Sie überhaupt nicht.

Da ja zu jeder Zeit immer genügend Energie zur Verfügung steht, werden Sie automatisch Teil des Bilanzkreises des neuen Energieanbieters, der Sie dann auch sofort anschreiben wird, dass er Sie ab einem bestimmten Zeitpunkt mit Energie versorgen wird. Der Zeitpunkt hängt natürlich davon ab, wie Sie vertraglich an den Vorlieferanten gebunden sind. Üblicherweise werden Verträge von einem Jahr ab Energielieferung mit Kündigungszeiten von sechs Wochen vor dem Ablauf des Jahres gemacht, wobei es sehr viele Variationen gibt. (Bei der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG können Sie auch Energie für mehrere Jahre kaufen und sich den Preis für diesen Zeitraum sichern.) Der neue Energieversorger berechnet Ihnen dann, sobald der neue Vertrag greift, die monatliche Abschläge berechnet, je nach Verbrauch, den Sie angegeben haben.

Im Endeffekt ist ein Energieanbieterwechsel nichts anderes als das Wechseln von einer Liste (Bilanzkreis) in eine neue Liste, der des neuen Anbieters. An den Quellen und Kanälen ändert sich überhaupt nichts.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strom wird von Jahr zu Jahr immer teurer. Seit spätestens drei Jahren sollte es jedem aufgefallen sein. Es gibt mehrere Gründe warum er immer teurer wird, um aber zu verstehen, was dort passiert, ist es wichtig zu erfahren, aus was sich der Strompreis überhaupt zusammensetzt.

Es gibt drei große Bereiche, auf die der Strompreis aufgeteilt werden kann:

    1. Staat und Kommunen

      Nicht um die Haushaltskasse zu sanieren sondern um Projekte in der Energiewirtschaft zu pflegen, geht vom Strompreis ein großer Teil an den Staat. Gesetzliche Umlagen heißt das Zauberwort.

      Davon gibt es mittlerweile einige und jedes Jahr werden es mehr:

      EEG Umlage 6,24 ct
      $19 NEV Umlage 0,092 ct
      KWK Umlage 0,178 ct
      AbLav Umlage 0,009 ct
      Offshore Umlage 0,25 ct

      Der Bestandteil, der direkt zum Staat geht, nennt sich Stromsteuer – 2,05 ct.

      Die Kommune, in der Sie leben, bekommt auch etwas vom Kuchen ab, denn die sogenannte Konzessionsabgabe für Strom zahlt jeder Stromkunde. Für diese Abgabe gibt es eine Empfehlung die sich wie folgt berechnet:

      bis 25.000 Einwohner 1,32 ct
      bis 100.000 Einwohner 1,59 ct
      bis 500.000 Einwohner 1,99 ct
      über 500.000 Einwohner 2,39 ct
      Offshore Umlage 0,25 ct

      Es ist einer Kommune freigestellt, ob sie diesen Wert oder einen kleineren nimmt, jedoch ist mit diesen Werten jeweils die Höchstgrenze definiert.

      Nachdem wir den ersten Bereich abgearbeitet haben, sind wir schon bei einem Arbeitspreis von 10,139 ct - 11,209 ct netto.

    2. Verteilnetzbetreiber

      Der zweite Bereich ist der Verteilnetzbetreiber, also das Unternehmen, das die Leitungen zur Stromversorgung zur Verfügung stellt und pflegt.

      Der Netzbetreiber rechnet auch die Kosten des Messdienstleisters ab, deswegen sehen wir in der folgenden Übersicht auch Kosten die durch den Messdienstleister entstehen.

      Zum Arbeitspreis schlägt der Verteilnetzbetreiber den Netzarbeitspreis (Ø 5,7ct) auf.

      Dazu kommen die ersten Kosten, die Bestandteil des Grundpreis sind:

      Netzgrundpreis Ø 1,91€ / Monat
      Abrechnungspreis Ø 0,93€ / Monat
      Messstellenbetrieb Ø 0,68€ / Monat
      Messdienstleistung Ø 0,21€ / Monat

      Also sind wir schon bei 15,84ct - 16,91ct / kWh und 3,73€ / Monat ohne Mehrwertsteuer.
      Mit MwSt. wären es an der Stelle schon 18,84ct - 20,12ct pro kWh.
      Bisher wurde noch keine Energie erzeugt oder Dienstleistung zur Energielieferung bezahlt.

    3. Beschaffung und Vertrieb

      Der dritte Bereich ist der Stromlieferant, welcher den Strom erzeugt oder beschafft. Er gibt dem Verteilnetzbetreiber den Auftrag, Strom zum Kunden zu schicken, kümmert sich um den kompletten Kundenkontakt und ist für Abrechnung und Vertrieb zuständig.

      Für Beschaffung und Vertrieb sind  Ø 5ct pro kWh im Energiepreis und ca. 4 € im Monat auf den Grundpreis hinzu zu rechnen.

Wenn wir alles zusammenrechnen kommen wir zu einem Durschnittspreis von 25,44 ct/kWh und 9,20€ / Monat inkl. MwSt.
Dieser Preis kann von Ihrem Strompreis natürlich stark variieren, da wie oben beschrieben, es darauf ankommt, wieviel Konzessionsabgaben und Netzkosten in Ihrem Gebiet anfallen. Bei unseren Gemeinschaftsstromtarifen sind die Kosten für Beschaffung und Vertrieb in allen Bereichen gleich, sodass jeder von uns gleich behandelt wird, auch wenn der Strompreis nicht gleich ist.

Was ist eigentlich ein Verteilnetzbetreiber?

Wenn Sie bereits wissen, dass ihrer Energie vom „Stromsee“ durch viele verschiedene Kanäle zu ihnen gelangt, stellt sich ihnen wahrscheinlich die Frage: Wer hält die Kanäle so in Schuss, dass langfristig Energie in Form von Strom und Gas durch sie fließen kann?

Die Antwort ist einfach. Für diese Aufgabe ist der sogenannte Verteilnetzbetreiber oder Verteilungsnetzbetreiber zuständig. Seine Aufgabe ist es, wie der Name schon sagt, das Netz zu betreiben. Dazu gehören Wartung, Pflege und Reparatur der Netze, wodurch die Verteilnetzbetreiber letztendlich sicherstellen, dass die Lieferung von Gas und Strom reibungslos an alle Abnehmer, mit unter an Haushalte und Kleinabnehmer funktioniert. Dazu sind die Verteilnetzbetreiber sogar gesetzlich verpflichtet, da laut Energiewirtschaftsgesetz jedem der mit ihm verbunden ist, das Verteilnetz diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt werden muss. Übersetzt bedeutet das, dass jeder den gleichen Nutzen hat, im Umkehrschluss aber auch die gleichen Kosten tragen muss.

Wie ist ein Verteilnetz aufgebaut?

 

Wenn sie aus ihrem Fenster schauen fällt ihnen wahrscheinlich besonders bei Anbruch der Dunkelheit auf, dass es Unmengen von Abnehmern gibt, die das Verteilnetz mit Strom versorgt. Das funktioniert nur, da das Verteilnetz völlig anders aufgebaut ist, als das Übertragungsnetz. Die Struktur des Verteilnetzes weist eine sehr große Dichte auf, es ist eng vermascht und hat zahlreiche Verästelungen. Da naturgemäß wesentlich weniger Energie in den Verteilnetzen fließt, sind sie von der durch sie zu überbrückenden Entfernung begrenzt und im Gegensatz zu Übertragungsnetzten kostenintensiver.

 

 

Wer sind die Verteilnetzbetreiber?

Erreichen Verteilnetze eine bestimmte Größe, müssen sie laut Energiewirtschaftsgesetz von einer eigenen Gesellschaft betrieben werden. Das soll, so jedenfalls die Theorie, der Diskriminierung oder Bevorzugung einzelner Akteure vorbeugen. Üblicherweise gehören die Verteilnetze den örtlichen Stadtwerken oder einem der großen Energieversorger, der das Netz, meist im Zuge einer Privatisierung, erworben hat und auf eigene Rechnung weiter betreibt. Im Strombereich unterhält der Verteilnetzbetreiber Netze im Niederspannungsbereich, bis 400 V, und im Mittelspannungsbereich von 1000 bis 52.000 V. Im Gasbereich Netze mit einem Druck von 4 bis 100 bar.

Wie entsteht der monatliche Abschlag meiner Stromrechnung?

Jeder, der Strom verbraucht, weiß, dass der Strom auch bezahlt werden muss. Dies geschieht über monatliche Abschläge, die Sie bezahlen müssen und die einen Vorschuss darstellen, der dann in einer Jahresrechnung ausgeglichen wird. In der Jahresrechnung müssen Sie entweder nachzahlen, das ist immer dann der Fall, wenn die monatlichen Abschläge in Summe nicht ausreichen, um den Betrag zu begleichen, der aus ihrem tatsächlichen Verbrauch entsteht. Oder sie kriegen eine Rückerstattung, wenn sie durch die monatlichen Abschläge mehr bezahlt haben, als sie tatsächlich verbraucht haben. Ein einfaches Beispiel: Sie haben sich für die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG als Energieanbieter entschieden. Jetzt werden Sie gefragt, wie hoch ist denn ihr Jahresverbrauch? Entweder Sie orientieren sich am Verbrauch der Vorjahre, oder Sie schätzen Sie Ihren Verbrauch, wenn Sie z.B. umgezogen sind und noch nicht wissen, wie viel Strom Sie in Ihrer neuen Wohnung, die vielleicht größer als die vorherige ist, verbrauchen werden. Eine grobe Faustformel besagt, dass der Durchschnittsverbrauch in Deutschland für jede Person ca. 1.500 kWh im Jahr beträgt. Zudem werden Sie aufgefordert den Zählerstand anzugeben. Dieser ist wichtig, um ihren Jahresverbrauch zu bestimmen.

Wenn Sie mit vier Personen im Haushalt sind, wären das 6.000 kWh pro Jahr. Da die Abschläge immer monatlich berechnet werden, muss der Jahresverbrauch noch durch die Anzahl der Monate eines Jahres geteilt werden, also durch 12. 6.000 kWh geteilt durch 12 entspricht 500 kWh. 500 kWh ist der Verbrauch, nach dem der Abschlag für jeden Monat berechnet wird, ob Sie nun tatsächlich mehr oder weniger verbrauchen. Bezahlen Sie für die Kilowattstunde Strom beispielsweise 25 Cent und haben einen Grundpreis von 9,50 € für jeden Monat, ergibt sich der monatliche Abschlag wie folgt: 500 kWh mal 25 Cent ergibt 125 €, zzgl. der 9,50 € Grundgebühr würden 134,50 € für jeden Monat bedeuten. Sie zahlen also jeden Monat 134,50 €.

Wenn Sie jetzt genau 6.000 kWh in einem Jahr verbrauchen, dann zahlen Sie jeden Monat 134,50 € und das 12 mal. In diesem Fall haben Sie weder eine Nachzahlung noch Auszahlung zu erwarten.

Aber was wäre, wenn Sie mehr als 6.000 kWh verbrauchen würden?

Jeder Stromanbieter fordert Sie einmal im Jahr auf, den Zählerstand abzulesen, oder er kündigt eine Zählerablesung an. Hier wird festgestellt, wie hoch an einem bestimmten Tag, dem Ablesetag, der Zählerstand ist. Die Differenz zwischen dem Zählerstand des Vorjahres und dem aktuellen Zählerstand ergibt ihren Jahresstromverbrauch. Hatten Sie z.B. Ende 2013 einen Zählerstand von 10.000 kWh und haben Ende 2014 einen Zählerstand von 17.135 kWh, dann bedeutet das für das Jahr 2014 einen Verbrauch von 17.135 kWh - 10.000 kWh = 7.135 kWh.

Haben Sie wie im oberen Beispiel 6.000 kWh angegeben, haben aber tatsächlich 7.135 kWh verbraucht, ergibt sich ein Unterschied von 1.135 kWh. Diese 1.135 kWh müssen Sie dennoch bezahlen. Dies ist die sogenannte Nachzahlung. Die Höhe der Nachzahlung wäre dann 1.135 kWh mal 25 Cent = 283,75 €. Um hohe Nachzahlungen zu vermeiden, können Sie auch die monatlichen Abschlagzahlungen für das Jahr 2015 anpassen lassen, sodass Sie wiederum im Folgejahr keine oder nur eine geringe Abweichung der Zahlungsbeträge haben.

Haben Sie jedoch nur 5.200 kWh verbraucht, sieht die Rechnung so aus: 800 kWh (6.000 kWh - 5.200 kWh) mal 25 Cent = 200,00 €. Sie bekommen also 200,00 € ausgezahlt. Dies ist die sogenannte Rückerstattung.